Suchtprävention

Suchtprävention an der Erich Kästner-Schule

Die Erich Kästner-Schule legt großen Wert auf Prävention und Aufklärung. Uns ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig sensibilisiert werden, Informationen erhalten und darin gestärkt werden, verantwortungsvolle Entscheidungen für ihr Leben zu treffen.

Ein fester Bestandteil ist dabei seit vielen Jahren das jährlich stattfindende Projekt „Suchtsack“ der Schulsozialarbeit. Es richtet sich an die Klassen ab Jahrgang 9. Hierbei ziehen die Jugendlichen verschiedene (symbolische) Suchtmittel aus einem Sack – etwa Zigaretten, Alkohol, Medikamente oder auch digitale Medien – und sprechen anschließend gemeinsam über Risiken, Folgen und Strategien, wie man rechtzeitig „Nein“ sagt. Das Projekt ist praxisnah, interaktiv und regt die Jugendlichen an, ihre eigenen Haltungen zu reflektieren.

Im Juni 2025 erhielten zusätzlich sowohl der 7. als auch der 8. Jahrgang einen eindrucksvollen Einblick in ein Leben mit Sucht und den Weg aus der Abhängigkeit. Drei Bewohner des MEDIAN Soziotherapeutischen Zentrums Haus Seeblick berichteten sehr offen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Alkohol, Cannabis und anderen Drogen. Sie sprachen über Rückschläge, Fortschritte und darüber, wie das Leben in der Einrichtung ihnen hilft, Stabilität zu finden. Für die Jugendlichen war es ein bewegendes Erlebnis – besonders, weil die Gäste ihnen einen klaren Rat mitgaben:

„Sagt lieber gleich Nein – das ist viel leichter, als später aus einem Teufelskreis wieder herauszufinden.“

Auch wissenschaftlich gestützte Präventionsarbeit hat an unserer Schule ihren Platz: Für die erfolgreiche Teilnahme am Präventionsradar erhielt die EKS ein Zertifikat. In Kooperation mit dem IFT-Nord werden dabei Schülerinnen und Schüler anonym zu Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden, Substanzkonsum, Mediennutzung, Bewegung und Stress befragt. Die Ergebnisse zeigen, wo die Stärken und Herausforderungen der einzelnen Schule liegen, und ermöglichen es, Präventionsarbeit noch gezielter weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus bleiben wir nicht stehen: Unsere Präventionsbeauftragten nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, und mit dem „Grünen Koffer“ ist bereits ein weiteres interaktives Projekt in Planung, das praxisnahe Materialien zur Suchtprävention in den Unterricht bringt. Ergänzende Aktionen und Einheiten begleiten das Thema zudem durch mehrere Jahrgänge hinweg.

So zeigt sich die Suchtprävention an der Erich Kästner-Schule vielfältig: von interaktiven Methoden über authentische Begegnungen bis hin zu wissenschaftlich fundierten Auswertungen. Gemeinsam verfolgen wir dabei ein Ziel: Jugendliche zu stärken, Begegnungen zu ermöglichen und sie zu ermutigen, ihren eigenen Weg verantwortungsbewusst und selbstbewusst zu gehen.

Gesellschaftslehre an der Erich Kästner-Schule (Maintal-Bischofsheim)

Der Fachbereich Gesellschaftslehre (GL) hat an unserer Schule einen besonderen Stellenwert. Uns ist wichtig, dass Demokratie nicht nur Unterrichtsstoff bleibt, sondern im Alltag gelebt wird.

Schon in den Jahrgängen 5 und 6 üben die Schülerinnen und Schüler im Klassenrat, wie man fair diskutiert, eigene Argumente einbringt und gemeinsam Lösungen findet. In den höheren Jahrgängen übernehmen sie Verantwortung in der Schülervertretung (SV) und gestalten aktiv das Schulleben mit. Darüber hinaus nehmen unsere Klassen regelmäßig an der U-18-Wahl zu Landtags- und Bundestagswahlen teil und erleben hautnah, wie demokratische Prozesse ablaufen. Planspiele und Projektwochen vertiefen dieses Verständnis, indem Themen wie Wahlen, Menschenrechte oder Nachhaltigkeit erlebbar gemacht werden.

Dass Gesellschaftslehre nicht nur Theorie ist, zeigen unsere vielfältigen Projekte und Exkursionen. So beschäftigten wir uns im Januar 2025 anlässlich des 80. Gedenktages der Befreiung von Auschwitz mit den eindrucksvollen Videobotschaften von 85 Überlebenden im Rahmen der internationalen Aktion #RememberThis der Jewish Claims Conference. Auch eine Begegnung mit dem Zeitzeugen Leonid Vinderman war für unsere Schülerinnen und Schüler eine prägende Erfahrung, ebenso wie das Gespräch mit Werner Fromm, Sohn eines Buchenwald-Häftlings, der die Wanderausstellung „Thomas Geve: Kinderzeichnungen aus dem KZ Buchenwald“ initiiert hat. Passend dazu besuchte der 9. Jahrgang die Ausstellung im Hochstädter Rathaus und setzte sich intensiv mit den Kinderzeichnungen als historischen Quellen auseinander.

Demokratie erleben heißt für uns auch, aktuelle Entwicklungen mitzugestalten: Ein Schüler unseres 9. Jahrgangs wirkte 2025 aktiv am Projekt #Social Voice For Change der Stadt Maintal mit und entwickelte Ideen für einen Social-Media-Demokratiepreis.

Gesellschaftslehre heißt an der EKS aber auch Perspektivwechsel: Schon seit vielen Jahren führen wir im Jahrgang 5 das Rollstuhlprojekt durch, bei dem die Schülerinnen und Schüler lernen, den Alltag aus einer anderen Perspektive zu erleben – mit Rollstuhltraining, kleinen Aufgaben und Sinnesübungen.

Auch künftig stehen spannende Projekte auf dem Programm:

  • Der 7. Jahrgang nimmt an einem Demokratie-Planspiel der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung teil.
  • Ein weiteres Zeitzeugengespräch ist in Planung.
  • In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung sind neue Projekte zur Demokratieförderung sowie Medienbildung vorgesehen.
  • Zudem sind Quellenprojekte mit lokalem Bezug geplant, die im 10. Jahrgang durchgeführt werden sollen, um regionale Geschichte lebendig erfahrbar zu machen.
  • Ergänzend beschäftigen wir uns verstärkt mit Fragen der Nachhaltigkeit – so hat sich die EKS unter anderem bei der Klimataler-App angemeldet, um gemeinsam Impulse für ein klimafreundliches Handeln zu setzen.

Neben solchen Projekten gehören Exkursionen fest zum Fachbereich: die Ronneburg im 7. Jahrgang oder – je nach Unterrichtsschwerpunkt – die Gedenkstätten Buchenwald oder Hadamar in den Jahrgängen 9 und 10.

Seit dem letzten Schuljahr bereichert außerdem ein bilingualer Geschichtskurs auf Englisch den Wahlpflichtbereich. Er verbindet die Arbeit mit Quellen und multiperspektivische Ansätze mit der Förderung der Sprachkompetenz – und soll in Zukunft auf weitere Jahrgänge ausgeweitet werden.

Unser Leitgedanke:

Demokratie leben. Geschichte begreifen. Gesellschaft mitgestalten.
Im Fachbereich Gesellschaftslehre lernen unsere Schülerinnen und Schüler, verantwortlich zu handeln, kritisch zu denken und Empathie zu entwickeln – für sich, für andere und für unsere gemeinsame Zukunft.